Das Konzept

Völlig unbeschwert spielen

ARCUS (de) > Konzept > Ergonomie

Entspannt und Schmerzfrei

Ermüdung scheint uns oft die normalste Sache der Welt zu sein, wenn wir hart gearbeitet haben. Wenn uns als Streicher nach langen Proben oder Konzerten der Bogenarm schwer wird, halten wir das für die normalste Sache der Welt. Merkwürdig ist vielleicht, dass der linke Arm gar nicht so müde wird, dabei aber doch genaus so aktiv war, bei den hohen Streichern sogar in einer viel ungemütlicheren Position, und genau genommen haben wir ja auch nicht gerade zentnerweise Kisten geschleppt. Spielen sie nun genau so lang, oder auch länger mit einem Arcus-Bogen. Sie werden überrascht feststellen, dass ihr Bogenarm nicht müde wird. Nicht das kleinste bisschen.

Manche Streicher aber erwischt es viel schlimmer. Manchmal sind schon ganz junge Schüler davon betroffen, sehr oft Orchestermusiker mit vielen Dienstjahren: Schmerzen in der Hand, dem Daumen, dem Ellenbogen oder Schulter, die sich teilweise schon nach wenigen Minuten des Spielens bemerkbar machen.

Die Ursache für die Ermüdung und die Schmerzen ist die gleiche: Niederfrequente Schwingungen des Bogens die mit Teilen der Bogenhand in Resonanz treten und dadurch Entzündungen und Nervenreizungen auslösen. Die Eigenresonanz "normaler" Bögen von etwa 60 Hertz scheint die Hauptursache für solche Beschwerden zu sein. Sobald der Bogen eine Saite anstreicht, entsteht diese Schwingung, zusammen mit ihren Oberschwingungen, und überträgt sich über den Daumen und die Finger in den Bogenarm. Diese Schwingungen sind zwar viel schwächer als zum Beispiel die eines Tennis- oder Golfschägers oder mancher Baumaschine, liegen aber dafür viel länger an. Ein Tennis- oder Golfarm resultiert übrigens aus genau den gleichen Ursachen.

Die Eigenresonanz der Arcus-Bögen liegt in einem höheren Bereich, je nach Typ bei etwa 100 Hertz, und damit außerhalb des problematischen Resonanzspektrums unseres Arms. Diese höhere Stimmung des Bogens kommt durch die höhere Steifigkeit und das geringere Gewicht zustande, ganz ähnlich wie Sie es von Ihren Saiten kennen. Der Unterschied zwischen der Stimmung von z.B. 196 Herz der Violin-G-Saite und den 440 Hertz der A-Saite resultiert erstens aus dem Unterschied in der Masse und zweitens aus der Stärke der Spannung. Der Kern der G-Saite ist zweifach mit Silber umsponnen, wodurch sie etwa das doppelte der mit Aluminium umsponnenen A-Saite wiegt. Dadurch ändert sich die Stimmung bei gleicher Saitenlänge um eine Oktave. Zudem ist die A-Saite etwas stärker gespannt, wodurch die Stimmung nochmals um einen Ton ansteigt. Ganz ähnlich verhält es sich mit den Bögen. Durch die doppelt so steife Stange steigt die Stimmung um eine Octave, und durch das geringere Gewicht nochmals um etwa eine Quinte.

So richtig bewußt wird einem als Musiker die Belastung durch den Holzbogen oft erst, wenn man sich einige Zeit an das unbeschwerte Spielen mit einem Arcus gewöhnt hat, und dann mal wieder eine Zeit mit dem alten Bogen spielt. Neben allen klanglichen und spieltechnischen Vorzügen, ist dies vielleicht der wichtigste Grund, warum man den Schritt zurück nie mehr machen möchte.

Ganz nebenbei ist vielleicht noch zu erwähnen, dass die Stange der Arcus-Bögen eine mikroskopisch feine Rauhigkeit hat, die sie absolut rutschsicher macht. Dadurch rutschen die Finger auch bei größter Hitze nie ab, und der Griff bleibt immer ganz sicher und entspannt.


Über den Werterhalt der Bögen im Allgemeinen und Speziellen.