Andrew Victor

Violine

"...die Steifigkeit des Arcus Violinbogens, kombiniert mit seinem geringen Gewicht, macht ihn sehr einfach zu kontrollieren; so gelingt zum Beispiel der Wechsel von Springbögen zu Legato sofort und sehr weich. Der Arcus Concerto Bogen spielt für mich klarer als jeder andere, vor allem wenn ich bei Springbögen nachlässig bin. Man kann die Saiten ziemlich grob traktieren, und bekommt dennoch einen sauberen Klang. Ich glaube es ist das niedrige Gewicht, dass dabei hilft - und in einer interessanten Weise spielt da auch die hohe Steifigkeit eine Rolle. Das Ergebnis ist eine extrem gute Kontrolle, und wenn man am richtigen Punkt ist, mit wenig genug Bewegung, tickt das Spiccato wie ein Morsecode.
Fliegendes Stakkato, (wie bei Mozart) sind wundervoll und völlig angstfrei auszuführen, denn der Bogen gibt einem enorm viele Freiheiten. Ricochet (Saltando) funktioniert ziemlich anders als mit anderen Bögen; Die Steifigkeit der Stange, kombiniert mit dem geringen Gewicht an der Spitze macht es bei gleichem Abstand von der Hand etwas schneller und sehr sensibel zur Fallhöhe des Bogens sowie zu jeder feinen Handbewegung.

Eine der vorteilhaftesten Eigenschaften, die ich an diesem Bogen festgestellt habe, ist wie er mir erlaubt dynamisch zu differenzieren, zum Beispiel einen Ton schnell leiser werden zu lassen und dabei trotzdem einen klaren Ton beizubehalten. Ganz besonders schätze ich auch wie sich der Bogen an der Spitze anfühlt, wenn man klassische Musik (Mozart etc.) spielt und dabei Phrasen und Töne auslaufen lassen kann. Wegen des geringen Eigengewichts and der Spitze wird eine starke Artikulation allerdings nicht von alleine erzielt. Ein sehr starker Eindruck den ich hatte wenn ich etwas spielte was ich in langer Zeit nur wenig gespielt hatte, zum Beispiel das Mendelssohn E-Moll Konzert, war, als ob ich schummelte. Manche Sachen sind so unglaublich viel einfacher zu spielen, als sie jemals mit einem konventionellen Bogen waren.

Ich habe neulich erst eine große Anzahl an Cello Bögen gespielt, bis hinauf zu einem Hill für 17.000 DM (Schildpatt/Gold), einschließlich solchen von "Lamy", "Tomassin", "Lotte", "Monique Poulot", "Eugene Sartory", und "Morgan Anderson". Außerdem habe ich "Spiccato" Bögen in zwei verschiedenen Steifigkeiten gespielt. Von all den Holzbögen gefielen mir die "Andersons" am besten, aber auch sie erreichen keine volle 10 auf meiner Skala. Ich würde keinen gegenüber meinem "Coda" vorziehen, vor allem wenn man die Preisdifferenz betrachtet - und definitiv nicht gegenüber meinem Arcus, und in diesem Fall völlig ungeachtet des Preises."